Archive for the ‘Grundgedanken’ Category

MVWK im Unternehmen

Mittwoch, Oktober 29th, 2008

Ich hatte eine interessante Unterhaltung mit einem Kollegen. Er bereitet einen Vortrag über Werte und Projektmanagementmethoden vor. Die unterschiedlichen Methoden legen Wert auf unterschiedliche Werte, mal Transparenz, mal Freiheit, mal Zuverlässigkeit usw.

Daraus entstand eine interessante Unterhaltung über die Werte, und wodurch die Werte entstehen und warum sich eine Organisation für bestimmte Methoden entscheidet. Ich habe ihm daraufhin das MVWK Modell der Hamburger chule empfohlen:

http://www.hamburger-schule.net/Modelle/mvwk.htm

Dann habe ich noch einen Schritt weiter gedacht. Hat ein Unternehmen eine Motivationsstruktur? Ich denke ja, und es wird Unternehmenskultur genannt. Sehen tut man dies nicht, man erkennt es ebenfalls nur am Verhalten der Mitarbeiter im Unternehmenskontext. Und anhand dieser Motivationsstruktur wird dann z.B. auch die Projektmanagementmethodik ausgesucht, z.B. Wasserfall oder SCRUM.

Meiner Ansicht nach ein hochinteressantes Thema welches man durchaus hinterfragen sollte. Da gibt es wohl noch viele ‚unterschwellige‘ Dinge zu entdecken.

Mitarbeiterbeurteilungsgespräche

Donnerstag, September 18th, 2008

Mir ist bei den letzten Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen aufgefallen, dass ich inzwischen viel mehr Coachingthemen bei den Mitarbeitern wahrnehme wie vor meiner Ausbildung. Meine Wahrnehmung für solche Dinge ist geschärft worden.

Manche von den Themen kann ich per ‚Direkt-Quick-Reflektion‘ direkt angehen, für manche Themen habe ich auch Einzeltermine mit den Mitarbeitern gemacht.

Es geht los …

Donnerstag, September 4th, 2008

Die letzten Laminate (Gefühle, danke Alex) erstelle ich gerade, der Laminatordner ist sortiert, der Zug geht um 16 Uhr, auf gehts zur Prüfung.

Ein wenig ‚Aufgewühltheit‘ ist auf jeden Fall dabei, wobei ich mich gut vorbereitet fühle. Daumen drücken und durch.

Coaching und Hauskauf

Montag, September 1st, 2008

Was haben Coaching und ein Hauskauf miteinander zu tun? Sehr viel.

Einige Modelle und Methoden des Coachings kommen auch bei einem Hauskauf zum tragen.  Beispielsweise erfüllt die Situation die Kriterien eines Konfliktes – Abhängigkeit und Werte.

Der eine will verkaufen, der andere will kaufen, das ist die Abhängigkeit. Wo liegen jedoch die Werte? Dreht es sich nur ums Geld? Oder ist dem bisherigen Besitzer der neue Käufer als Person wichtig? Ist der Besitzer emotional mit dem Haus verbunden z.B. dort aufgewachsen? Was ist ihm am Verkauf wichtig (Geld, Gesicht wahren, schnell weg usw.)?

Natürlich wird in der Verkaufsanzeige immer die Position beschrieben. Dort ist ein fester Betrag angegeben. Wie kann man jetzt jedoch für alle Seite noch mehr rausholen? Beispiel: Verkauszeitpunkt, der eine will schnell raus und sein Geld, der andere will noch länger drin bleiben jedoch jetzt schon sicher für einen Termin in der Zukunft verkaufen. Auch staatliche Zuschüsse usw. können eine Rolle spielen für den Gesamtbetrag und den Zeitpunkt.

Ziel ist es also die Interessen hintern Positionen zu finden. Dazu kann virtuell im Hinterkopf St. Gallen durchgegangen werden.

Unter Umständen kann somit der Kuchen vergrößert werden und für beide Seiten ein Konsens statt nur ein Kompromiss gefunden werden.

Zitat: Friedrich Dürrenmatt über Plan und Zufall

Dienstag, August 12th, 2008

Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall.

(Friedrich Dürrenmatt, schweizer Schriftsteller, 1921 – 1990)

Team vs. Gruppe

Montag, August 11th, 2008

Heureka! Warum habe ich gerade soviel Aufwand mit der Kommunikation zu meinem Team? Warum ist es soviel Aufwand die Leute auf eine gemeinsame Arbeitsweise zu trimmen? Warum wird in unterschiedlicher Art und Weise berichtet?

-> Wir sind eine Gruppe, und kein Team.

In einem Team sind die Leute zeitlich voneinander abhängig, halten sich an gemeinsame Regeln weil jeder den anderen braucht. In einer Gruppe hingegen hält sich jeder an die definierten Minimal-Regeln und ist sehr eigenständig. Jeder dehnt die Regeln für seinen optimalen Nutzen aus. Gemeinsamkeit nur wo es sein muss und dem einzelnen nutzt.

Für mich ergeben sich zwei Handlungsalternativen:

– Die Gruppe darf nur eine Maximalanzahl an Personen haben, sonst ist es nicht kontrollierbar.

– In Großgruppen muss es exakt ausgearbeitet Regeln geben.

Die zweite Alternative macht einen sehr unflexibel. Folglich muss ich den Betreuungsaufwand skallierbar machen, d.h. kleinere Gruppen.

Ein Team wird es leider nie werden.

Hagen hilft! – Folge vom 10. Juli 2008

Freitag, Juli 11th, 2008

Hagen hilft! – Folge vom 10. Juli 2008

Die Folge des Unternehmensberaters und Coach Hagen gestern abend (Frisörin) war interessant, jedoch kein Highlight. Es war sehr viel Kreativitätstechnik drin, wobei es diesmal ausschliesslich Beratung war (leider).

Was ich mich gefragt habe: Warum kommen die Leute nie selbst auf den Gedanken Einnahmen und Ausgaben gegenüber zu stellen? Wie kann man sich Selbständig machen ohne diese Grundlagen? Das verstehe ich nicht, befürchte jedoch das dies oft der Fall sein wird. Auf jeden Fall löst diese Bestandsaufnahme bei den Leuten immer eine Reflexion aus. Es kommt immer die Aussage ‚hatte schon ein schlechtes Gefühl, aber das es so schlimm ist … wenn man es mal so transparent sieht …‘. Es ist also ein notwendiger Schritt, auch wenn dieser Schritt meiner Meinung nach schon vorher selbstgesteuert erfolgen hätte sollen.

Gut war der Input von Hagen zur Spezialisierung auf einen Nischenmarkt, das war auch aus meiner Sicht die Richtige Strategie in diesem Fall. Leider hat er meiner Meinung nach die Frisörin nicht herangeführt. Das hätte man gemeinsam erarbeiten können, Visualisierung über St. Gallen, dann bei den Anspruchsgruppen Stärken und Schwächen ausarbeiten, und damit auf ihre Stärken in der Nische kommen. Er hat ihr die Tipps gegeben, und sie wollte sie nicht wirklich durchführen. Anfangs habe ich ihr angemerkt wie sie sich gegen das Vorgehen gesträubt hat. Beispiel Preisliste: Das sah jeder, die war zu komplex. Sie konnte sich jedoch nicht wirklich lösen, hat die Preisliste vereinfacht, jedoch nicht einfach genug. Da fand ich hat Hagen sie zu sehr alleine gelassen. Hier wäre ein zirkuläres Coaching sehr gut gewesen, die gute Frau hat die Preisliste aus ihrer Sicht gemacht. Sie hätte sich hier in die Kunden versetzen sollen und die Preisliste aus dieser Sicht machen müssen.

Ich habe so oft an Doc Meiers Spruch ‚Intellektuelle  Einsicht, emotionale Unlust‘ gedacht. Das war es wirklich. Sie schien es verstanden zu haben, es hat für sie ja auch Sinn gemacht, aber sie wollte einfach nicht. Sie wollte mit ihrer schon gescheiterten Lösung weiter machen. Hätte man sie herangeführt, hätte sie es selbst erkannt, dann würde sie eher dahinter stehen wie bei den Vorgaben.

Kurz: Beratung sehr gut, Ideen die Hagen ihr gab waren ebenso sehr gut, mit echtem Coaching hätte die gute Frau mehr rausholen können und würde eher dahinter stehen.

Offen für mich: Wie kann ich am Besten Stärken und Schwächen ausarbeiten? Wie mache ich eine SWOT-Analyse im Coaching? Wie geht man da systemisch am Besten vor um den Coachee auch nicht zu überrollen?

Fernseh-Coaching

Freitag, Juli 4th, 2008

Gestern abend habe ich auf Kabel 1 eine richtig gute Sendung gesehen: Hagen hilft

Die Folge vom 03.07.2008 gibts auch online hier

Der Coach und Berater Stefan Hagen ist unter dieser Homepage zu finden: http://www.werte-coach.de/

Dazu habe ich einen tollen Blog-Beitrag gefunden der den Inhalt beschreibt:

http://www.best-practice-business.de/blog/?p=3595

—————— Textauszüge aus dem Blog Anfang ——————

Hier hilft der Berater und Coach Stefan Hagen Kleinstunternehmern und Handwerkern, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. In der ersten Sendung hilft er dem Bäckermeister Bärmann, der seinen laufenden Verpflichtungen (geschäftlich und privat) nicht mehr voll nachkommen kann und zudem von einem Schuldenberg von mehr als 150.000 EUR erdrückt wird. Ein Grund für die Krise ist der Bäckerei-Shop im gegenüberliegenden Supermarkt, der vor kurzem neu eröffnet hat.

Stefan Hagen erkennt schnell, dass sich der Bäcker Bärmann von seiner Konkurrenz positiv abheben muss. Um sich von der Supermarkt-Konkurrenz abheben zu können, sollen neue Produkte auf den Markt gebracht werden, die gerade mit Heimatverbundenheit werben. So gibt es z.B. ab sofort die Bärmann-Schrippe (Brötchen). Die Bürger wollen keinen Einheitsbrei, sondern einzigartige Produkte, die zu ihnen und ihrer Region passt. Das erkennt Stefan Hagen schnell und bringt damit die Bäckerei Bärmann wieder step by step auf Erfolgskurs.

Ein weitere Lösung zu mehr Umsatz besteht darin, am Sonntag zu öffnen, wenn der Supermarkt geschlossen ist. So kann nicht nur konkurrenzlos Zusatzumsatz generiert werden, sondern auch Kunden zurückgewonnen werden, die in den Supermarkt gegenüber abgewandert sind. Es ist ein hartes Stück Arbeit, bis Stefan Hagen den Bäckermeister von diesem Weg überzeugen kann, da ein früherer Versuch schon schief gegangen ist. Doch diesmal klappt es, weil auch mit Flyerwerbung die Einwohner von dem neuen Angebot am Sonntag informiert werden. Der erste Sonntag wird zum Event. Mit kleinen Kostproben werden die neuen Produkte beworben, die es nur bei Bärmann gibt.

Durch o.g. Maßnahmen kann aber nicht nur der Absatz gesteigert werden, sondern auch höhere Preise durchgesetzt werden, um die Rentabilität zu erhöhen. Denn die Bäckerei Bärmann hat seit Jahren die Preise nicht erhöht, obwohl die Einkaufs- und Betriebskosten ständig steigen. Mit guten, neuen Produkten, einmaligen Öffnungszeiten und freundlicher Bedienung können aber höhere Preise sehr wohl durchgesetzt werden. Mit einer Kleininvestition von 350 EUR wird der Laden auch richtig schick neu eingerichtet. Dafür braucht es nicht viel Geld, sondern nur Kreativität und guten Geschmack.

Aber auch an der Distributionsstragie wird gedreht. Alle Hotels in der Umgebung werden angesprochen, um neue Großkunden zu gewinnen. Wenn es so oder so schwierig ist, neue Kunden zu gewinnen, dann sollte man den Schwerpunkt auf Kunden setzen, die hohe Mengen zu fairen Preisen regelmäßg abnehmen. Der Bäckermeister Bärmann fährt mit einem Probierkorb, gefüllt mit den neuesten und besten Produkten, zu den Hotels und gewinnt so einen Großabnehmer nach dem anderen.

—————— Textauszüge aus dem Blog Ende ——————
Für mich war das Vorgehen von Hagen zum großen Teil Beratung und recht wenig Coaching. Vielleicht kam das im Fernsehen geschnitten auch nur so rüber.

Was ich mich die ganze Zeit während der Sendung gefragt habe: Wie würde ich als Coach hier vorgehen?

Ich würde diese Coaching-Methoden anwenden:

Visualisierung mit St. Gallen -> Ziel ist eine Reflexion über das Umfeld und Handlungsoptionen

Festes Ziel formulieren, am besten zwei getrennte Ziele (privat und geschäftlich) .

Dann mit zirkulären Fragen reingehen, Fragen was die Andere dazu sagen. Ziel Reflexion über Fremdbild. Event. auch JoHari einbringen.

Als er Sonntags nicht arbeiten wollten: Ziel-Systemcheck, will er das Ziel wirklich, was hält ihn davon ab?

Für die private Sache: Warum zahlt er keinen Unterhalt? Was für Gefühle hat er dabei. Auf jeden Fall die Werte auslegen lassen und in überschneidenden Kreisen mit seiner Frau abgleichen (zirkulär) . Hier event. auch die MSA einbringen. Kann als Basis für MVWK dienen.

Für mich geschäftlich offen: Wie kann ich noch besser seine Stärken rausarbeiten?

Mein Fazit: Auch mit reinem Coaching wäre ich sehr weit gekommen. Klar, die finanziellen Dinge mit den Gläubigern usw. hätte er selbst klären müssen, auch die Flyer usw. Das war halt der Berater, nicht der Coach.

Was meinen meine Ausbildungskollegen dazu? Wie wären sie vorgegangen?

Ich werde die nächsten Folgen anschauen und es als Lernbeispiel für mich nehmen, was würde ich bei diesem Fall tun?

[Update] Um die Stärken auszuarbeiten und neue Ideen zu finden würde ich die Kreativitätsmethode ‚Kopfstand‘ anwenden. Es ist sehr viel negative Energie vorhanden, die muss raus und genutzt werden. Also als erstes ‚auskotzen‘ lassen, wie könnte es noch schlimmer werden, was muss passieren damit alles voll den Bach runter geht. Im Anschluß daran die Vermeidung für jeden Punkt finden. Somit kann alles Negative raus, und wird in Positives umgewandelt. Dadurch entstehen neue Optionen und die negative Energie ist kanalisiert.

1&1 Blog

Mittwoch, Juli 2nd, 2008

1&1 bietet einen eigenen Blog-Tarif an, den 1&1 Blog für 2,49 Euro im Monat. Es gibt eine .DE Domain ink. echtem Webspace und emails usw. Der Blog ist dann über die Domain erreichbar.

Bestellbar ist das Ganze z.B. über meinen Profisellershop http://www.henssler.org unter dem Reiter ‚Hosting‘ im Bereich ‚Private Homepage‘.

Falls man keine eigene Domain benötigt kann man natürlich auch einen Unteraccount z.B. beim freien Blogger anlegen.

Visionen <-> Ziele

Montag, Juni 30th, 2008

Nach dem Visionsmodul habe ich erkannt, dass ich ’nur‘ Ziele habe. Meine Visionen sind alle terminiert und sind recht konkret. Damit sind es keine Visionen sondern Ziele.

Vielleicht liegt das auch an meiner Denkstruktur. Wo andere Leute ’nur‘ eine Vision haben, da denke ich gleich weiter und knüpfe ‚Visionserreichungsmerkmale‘ und einen Termin mit dran. Und schon habe ich im eigentlichen Sinne Ziele statt Visionen. Ist das schlimm?