Hagen hilft! – Folge vom 10. Juli 2008

Hagen hilft! – Folge vom 10. Juli 2008

Die Folge des Unternehmensberaters und Coach Hagen gestern abend (Frisörin) war interessant, jedoch kein Highlight. Es war sehr viel Kreativitätstechnik drin, wobei es diesmal ausschliesslich Beratung war (leider).

Was ich mich gefragt habe: Warum kommen die Leute nie selbst auf den Gedanken Einnahmen und Ausgaben gegenüber zu stellen? Wie kann man sich Selbständig machen ohne diese Grundlagen? Das verstehe ich nicht, befürchte jedoch das dies oft der Fall sein wird. Auf jeden Fall löst diese Bestandsaufnahme bei den Leuten immer eine Reflexion aus. Es kommt immer die Aussage ‚hatte schon ein schlechtes Gefühl, aber das es so schlimm ist … wenn man es mal so transparent sieht …‘. Es ist also ein notwendiger Schritt, auch wenn dieser Schritt meiner Meinung nach schon vorher selbstgesteuert erfolgen hätte sollen.

Gut war der Input von Hagen zur Spezialisierung auf einen Nischenmarkt, das war auch aus meiner Sicht die Richtige Strategie in diesem Fall. Leider hat er meiner Meinung nach die Frisörin nicht herangeführt. Das hätte man gemeinsam erarbeiten können, Visualisierung über St. Gallen, dann bei den Anspruchsgruppen Stärken und Schwächen ausarbeiten, und damit auf ihre Stärken in der Nische kommen. Er hat ihr die Tipps gegeben, und sie wollte sie nicht wirklich durchführen. Anfangs habe ich ihr angemerkt wie sie sich gegen das Vorgehen gesträubt hat. Beispiel Preisliste: Das sah jeder, die war zu komplex. Sie konnte sich jedoch nicht wirklich lösen, hat die Preisliste vereinfacht, jedoch nicht einfach genug. Da fand ich hat Hagen sie zu sehr alleine gelassen. Hier wäre ein zirkuläres Coaching sehr gut gewesen, die gute Frau hat die Preisliste aus ihrer Sicht gemacht. Sie hätte sich hier in die Kunden versetzen sollen und die Preisliste aus dieser Sicht machen müssen.

Ich habe so oft an Doc Meiers Spruch ‚Intellektuelle  Einsicht, emotionale Unlust‘ gedacht. Das war es wirklich. Sie schien es verstanden zu haben, es hat für sie ja auch Sinn gemacht, aber sie wollte einfach nicht. Sie wollte mit ihrer schon gescheiterten Lösung weiter machen. Hätte man sie herangeführt, hätte sie es selbst erkannt, dann würde sie eher dahinter stehen wie bei den Vorgaben.

Kurz: Beratung sehr gut, Ideen die Hagen ihr gab waren ebenso sehr gut, mit echtem Coaching hätte die gute Frau mehr rausholen können und würde eher dahinter stehen.

Offen für mich: Wie kann ich am Besten Stärken und Schwächen ausarbeiten? Wie mache ich eine SWOT-Analyse im Coaching? Wie geht man da systemisch am Besten vor um den Coachee auch nicht zu überrollen?

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