Archive for April, 2008

Delegation von Verantwortung

Dienstag, April 29th, 2008

Der erste Schritt zur Delegation von Verantwortung ist getan. Ich habe die Verantwortung für die Auswahl von zukünftigen Mitarbeitern teilweise an meine Leute delegiert.

Bewerbungsunterlagen reiche ich ins Team. Dort gibt es vier bewerbungsgespräch-erfahrene Mitarbeiter, diese werden sich die Gespräche aufteilen und jeweils einen unerfahrenen Mitarbeiter hinzuziehen.

Im Anschluss werden alle Bewerber verglichen und man einigt sich gemeinsam auf ein Vorgehen bzw. zweiten Gespräch (dann mit mir).

Ich habe also nicht die gesamte Verantwortung für die Auswahl übertragen, das wäre nach Rücksprache mit meinem Chef ein zu großer Schritt gewesen, jedoch habe ich einen erheblichen Teil des Vorauswahlprozesses zur Gewinnung von Entscheidungskriterien an die Mitarbeiter weitergegeben.

Jetzt kann ich nur noch auf einen großen Bewerberandrang hoffen 🙂

Motive & Verhalten

Sonntag, April 27th, 2008

Es war eine lange Zugfahrt, viel Zeit zum Nachdenken. Mir ist nun bewusst geworden, dass mein Motiv Wettkampf schon immer meine sportlichen Aktivitäten geprägt hat.

Ich dachte immer ich treibe Sport zum Spass, falsch. Ich mache es nicht aus Spass, auch nicht aus dem Bedürfnis des körperlichen Aktivität, es ist rein aus Wettbewerbssicht.

Natürlich ist der runners high ein super gefühl, das habe ich auch sehr gerne, aber es ist nicht die Antrieb.

Schon als Kind haben andere im Freibad ‚geplanscht‘, ich habe die Bahnen gegen die Zeit geschwommen. Wenn ich jetzt schwimmen gehe, dann ziehe ich die Bahnen gegen die Uhr durch. Beim Inlinen fahre ich mit GPS um meine Zeit zu sehen (und sogar einen virtuellen Trainingspartner/gegner zu haben). Ich versuche immer meine Zeiten zu unterbieten.

Für das joggen gilt das selbe, ich jogge nicht einfach im Kreis zum spass, ich jogge eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit und verbessere diese.

Ins Fitnessstudio gehe ich wohl auch nur um für den Wettkampf fit zu werden 🙁 Mehr dürfte da nicht dahinter stecken, ok, die Belohnung der Sauna im Anschluß ist durchaus auch ein Motivation 🙂

Wettkampf pur. Dadurch wurden mir nun diverse andere Sachen bewusst, die wahrscheinlich gar nicht meiner vermuteten Intention entsprechen, sondern auf Motiven beruhen.

Fazit: Motive sind sehr mächtig, sie sind immer da und äussern sich u.a. in unterbewusstem Verhalten/Handlungen.

@Martin K: Danke für das super Coaching welches zu dieser Einsicht geführt hat. Dafür gebe ich dir gerne nächstes Mal ein Bier aus!

Veränderungen – Weg vs. Ziel

Mittwoch, April 23rd, 2008

Bei Veränderungen wollen viele schon den kompletten Weg zum großen Ziel, zur Vision, am Anfang sehen.

Ich erachte es als sinnvoller, in die richtige Richtung loszulaufen ohne den gesamten Weg zu kennen. Ich muss das große Ziel, die Vision, kennen. Dann kann ich mir Teilziele setzen und den Weg dorthin beschreiten. Der gesamte Weg ergibt sich dann aus den Teilzielen.

Werte-Diskussion

Dienstag, April 22nd, 2008

Die Werte-Diskussion ist beendet. Nach einer Gruppenarbeit hatten wir insgesamt 12 Werte für unsere Abteilung auf Moderationskarten an der Wand. Jede Gruppe hat ihre Werte vorgestellt, erläutert, und auch motiviert. Im Anschluss wurden Unklarheiten besprochen. Auch hier haben die einzelnen Gruppen versucht ihre Werte zu motivieren.

Im Anschluß hat jedes Teammitglied 4 Markierungspunkte erhalten und durfte damit Karten bewerten (max. 2 Punkte pro Wert).

Somit standen unsere drei Werte fest:

  • Verbindlichkeit
  • Wertschätzung
  • Effizienz

In der Diskussion hat man auch sehr schön die einzelnen Schwestertugenden gesehen, auf der einen Seite Professionalität, auf der anderen Seite Pragmatismus. Der Faktor dazwischen ist die Effizienz. Wenn man zu einseitig ist driftet man in Bürokratie bzw. Hemdsärmligkeit ab.

Jetzt haben wir die 3 Wertewörte im Wiki stehen, und jeder ist aufgerufen konkrete Handlungen unter die Werte zu schreiben. Durch welche Handlungen werden wir die Werte im Arbeitsalltag leben?

Das Vorgehen war sehr gut. Die Diskussion war aus meiner Sicht ‚erwachsen‘. Das Feedback von einzelnen Teammitarbeitern war sehr gut. Ich kann diesen ablauf für solch eine Besprechung empfehlen.

Revolution vs. Evolution

Montag, April 21st, 2008

Wenn die Zielsituation extrem weit von der aktuellen Situation weg ist, wie kommt die Veränderung zustande? Wenn man keinen Migrationsweg für eine Evolution mehr sieht, hilft dann nur noch ein klarer Schnitt und sozusagen die Revolution?

Statt darauf hin arbeiten einfach zurück auf Los, und neu aufbauen? Kann dies ein Weg sein?

Zeitmanagement: Die Antreiber – Test

Freitag, April 18th, 2008

Eben habe ich folgenden Test durchgeführt

Zeitmanagement: Die Antreiber

Sei Perfekt!    41 Punkte
Sei Schnell!    34 Punkte
Mach es allen recht!    36 Punkte
Streng Dich an!    33 Punkte
Sei stark!    37 Punkte

=> Ok, ich will Perfektion und zeige mich dazu stark. Entspricht meinem Gefühl, wobei ich sei schnell gefühlsmässig höher bewertet hätte.

Tests – done

Donnerstag, April 17th, 2008

Nach dem Johari-Test habe ich nun noch den Zeitmanagement-Test gemacht.

5 Punkte. Anscheinend habe ich eine gesunde Einstellung zu Beruf und Freizeit, Stress kommt vor, überlagert jedoch nicht alles. Deckt sich mit meinem Gefühl.

Des weiteren habe ich nun den Leistungsmotivations-Test gemacht. 10 Punkte: ‚Freude anberuflicher Leistung hat einen sehr hohen Stellenwert‘. … darauf achten … von Routineaufgaben entlasten … exakt das muss ich noch tun, die Stelle der Assistentenz ist auch schon freigegeben. Dann wird es auch interessant mit der Herausforderung ‚Delegation‘. Wird dies auch bei diesen Routinetätigkeiten, die ich am besten mache, klappen. Wir werden sehen.

Und noch einen: Selbsteinschätzung Leader (Macher) oder Leadership (Impulsgeber). Hier das Ergebnis:

Stabilitätsorientiert: 14 – Veränderungorientiert: 16

Rationalitätsorientiert: 18 – Intuitionsorientert: 12

Orgaleiterorientiert: 15 – Vertriebspartnerorientiert: 15

Misstrauensorientiert: 15 – Vertrauensorientiert: 15

Zielorientiert: 16 – Prozessorientiert: 14

Kontrollorientiert: 12 – Freiraumorientiert: 18

Unternehmensorientiert: 14 – Kundenordientiert: 16

Was sagt mir das?  Ich bin eher der Macher, weniger der Impulsgeber. Reflektiert kann ich dies bestätigen, aufgrund meiner Macherqualitäten bin ich heute die Fürhrungskraft geworden. Eine Entwicklung hin zum Impulsgeber erscheint mir in vielen Punkten sinnvoll.

Dabei gibt es zwei Punkte die ich konket angehen kann.

  1. Ich bin sehr rational, wenig intuitiv. Vielleicht einmal mehr auf den Bauch hören statt nur die Sachlage einbeziehen
  2. Mehr Vertrauen haben, loslassen.

Ziel Systemcheck

Donnerstag, April 17th, 2008

Aufgrund des gestrigen ernüchternden Veränderungsmeetings werde ich den Ziel-Systemcheck einsetzen. Mir wurde angeboten solch einen Prozess mit meinen Peers zu moderieren.Vorteile:

  • Übung für mich
  • Transparenz für meine Kollegen
  • Snapshot unseres aktuellen Standes, wollen wir gemeinsam die Veränderung, was hindert uns daran, wie gehen wir damit um

Zeitpunk dafür ist noch unklar, jedoch erachte ich diese Methode in diesem Zusammenhang für sehr sinnvoll.

Johari Test – Auswertung

Donnerstag, April 17th, 2008

Ich habe den Johari-Test durchgeführt. Auch wenn ich während dem Lesen etwas verwirrt war (‚was sagt mein Ergebnis nun aus?‘) habe ich am Ende mit der Auflösung doch einen klaren Eindruck über mich und mein Führungsverhalten erhalten.

Meine Werte: 35 Feedback, 38 Offenheit
Dies entspricht auch meinem Gefühl, ich hätte mich beim Durchlesen auch am ehesten als Typ D gesehen. Eventuell mit einem Typ B kombiniert. Feedback hatte ich richtig eingeschätzt, bei dem hohen Offenheitswert war ich mir unsicher, kann im Nachhinein jedoch die Auswertung nachvollziehen.

Was sagt mir dies? Ich bin ausgewogen zwischen Feedback und Offenheit, mit beiden Werten befinde ich mich nach meinen Anforderungen an eine Führungskraft im für mich richtigen Bereich.

Vermutung: Hier liegt eine Stärke von mir, die Kommunikation als Führungskraft ist gut.

Veränderungen -> Zeitpunkt

Mittwoch, April 16th, 2008

Meine persönlichen Befürchtungen, ich sei noch nicht Reif für die vielen Veränderungen, haben sich nicht bestätigt, leider. Ich bin gar nicht mal das Problem.

Ich habe heute festgestellt, das meine Kollegen leider in vielen Punkten die die Veränderungen betreffen gedanklich noch nicht so weit sind wie ich. Also ein riesenstück Arbeit. Das hätte ich so nicht erwartet, da gibt es noch sehr viel zu tun 🙁