Hagen hilft! – Folge vom 10. Juli 2008

Juli 11th, 2008

Hagen hilft! – Folge vom 10. Juli 2008

Die Folge des Unternehmensberaters und Coach Hagen gestern abend (Frisörin) war interessant, jedoch kein Highlight. Es war sehr viel Kreativitätstechnik drin, wobei es diesmal ausschliesslich Beratung war (leider).

Was ich mich gefragt habe: Warum kommen die Leute nie selbst auf den Gedanken Einnahmen und Ausgaben gegenüber zu stellen? Wie kann man sich Selbständig machen ohne diese Grundlagen? Das verstehe ich nicht, befürchte jedoch das dies oft der Fall sein wird. Auf jeden Fall löst diese Bestandsaufnahme bei den Leuten immer eine Reflexion aus. Es kommt immer die Aussage ‚hatte schon ein schlechtes Gefühl, aber das es so schlimm ist … wenn man es mal so transparent sieht …‘. Es ist also ein notwendiger Schritt, auch wenn dieser Schritt meiner Meinung nach schon vorher selbstgesteuert erfolgen hätte sollen.

Gut war der Input von Hagen zur Spezialisierung auf einen Nischenmarkt, das war auch aus meiner Sicht die Richtige Strategie in diesem Fall. Leider hat er meiner Meinung nach die Frisörin nicht herangeführt. Das hätte man gemeinsam erarbeiten können, Visualisierung über St. Gallen, dann bei den Anspruchsgruppen Stärken und Schwächen ausarbeiten, und damit auf ihre Stärken in der Nische kommen. Er hat ihr die Tipps gegeben, und sie wollte sie nicht wirklich durchführen. Anfangs habe ich ihr angemerkt wie sie sich gegen das Vorgehen gesträubt hat. Beispiel Preisliste: Das sah jeder, die war zu komplex. Sie konnte sich jedoch nicht wirklich lösen, hat die Preisliste vereinfacht, jedoch nicht einfach genug. Da fand ich hat Hagen sie zu sehr alleine gelassen. Hier wäre ein zirkuläres Coaching sehr gut gewesen, die gute Frau hat die Preisliste aus ihrer Sicht gemacht. Sie hätte sich hier in die Kunden versetzen sollen und die Preisliste aus dieser Sicht machen müssen.

Ich habe so oft an Doc Meiers Spruch ‚Intellektuelle  Einsicht, emotionale Unlust‘ gedacht. Das war es wirklich. Sie schien es verstanden zu haben, es hat für sie ja auch Sinn gemacht, aber sie wollte einfach nicht. Sie wollte mit ihrer schon gescheiterten Lösung weiter machen. Hätte man sie herangeführt, hätte sie es selbst erkannt, dann würde sie eher dahinter stehen wie bei den Vorgaben.

Kurz: Beratung sehr gut, Ideen die Hagen ihr gab waren ebenso sehr gut, mit echtem Coaching hätte die gute Frau mehr rausholen können und würde eher dahinter stehen.

Offen für mich: Wie kann ich am Besten Stärken und Schwächen ausarbeiten? Wie mache ich eine SWOT-Analyse im Coaching? Wie geht man da systemisch am Besten vor um den Coachee auch nicht zu überrollen?

Buchtipp: Die Neuen Verkäufer. 2 CDs + 1 CD MP3 Files: Strategien für die Zukunft: Werner Katzengruber, Leon Boden: Bücher

Juli 11th, 2008

Ich habe beim Joggen mal wieder ein gutes Hörbuch gehört:

Amazon.de: Die Neuen Verkäufer. 2 CDs + 1 CD MP3 Files: Strategien für die Zukunft: Werner Katzengruber, Leon Boden: Bücher

Auch wir müssen die Coaching-Leistung erstmal verkaufen, daher ist diese Zusammenfassung der Verkaufsgrundsätze sehr gut. Schön fand ich die Kapitel zu Fragetechniken und Einwandbehandlung. Ruhig immer den Gegenüber kommen lassen, das sollte der Coach ja auch machen. Das Ganze mit aktiven Zuhören verknüpfen und es passt.

Auch den Verkaufsabschluß fand ich gut. Vorababschluß einholen: Brauchen sie noch etwas vom Coaching? Und am Ende nochmals die Bestätigung erfragen: Was haben sie nun für sich mitgenommen?

Ich sehe sehr viele Parallelen in der Herangehensweise, klar, es ist eigentlich ‚Gesunder MenschenVerstand‘, jedoch wird dies oft nicht erkannt und falsch gemacht. So etwas öfters zu hören kann auf jeden Fall nur von Vorteil sein.

Buchtipp: Die Entscheidung liegt bei dir. 2 CDs. Wege aus der alltäglichen Unzufriedenheit.: Reinhard K. Sprenger

Juli 5th, 2008

Heute morgen beim joggen habe ich mal wieder Reinhard Sprengers ‚Die Entscheidung liegt bei dir‘ angehört. Ich finde das Hörbuch super. Es ist meiner Ansicht nach eine Super-Grundeinsicht für Coaching.  Man könnte sagen, die Entscheidung liegt bei dir und die Lösung deiner Probleme liegt in dir.

Zum reinhören habe ich die Einleitung als mp3 abgelegt (Einleitung Entscheiden konnen),  das gibt einen guten Einblick über den Inhalt. Reinhören und dann Kaufen!
Hier der Amazon Link zur alten Ausgabe des Hörbuchs, inzwischen gibt es wohl eine überarbeitet Sonderausgabe.
Amazon.de: Die Entscheidung liegt bei dir. 2 CDs. Wege aus der alltäglichen Unzufriedenheit.: Reinhard K. Sprenger: Bücher

Fernseh-Coaching

Juli 4th, 2008

Gestern abend habe ich auf Kabel 1 eine richtig gute Sendung gesehen: Hagen hilft

Die Folge vom 03.07.2008 gibts auch online hier

Der Coach und Berater Stefan Hagen ist unter dieser Homepage zu finden: http://www.werte-coach.de/

Dazu habe ich einen tollen Blog-Beitrag gefunden der den Inhalt beschreibt:

http://www.best-practice-business.de/blog/?p=3595

—————— Textauszüge aus dem Blog Anfang ——————

Hier hilft der Berater und Coach Stefan Hagen Kleinstunternehmern und Handwerkern, wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. In der ersten Sendung hilft er dem Bäckermeister Bärmann, der seinen laufenden Verpflichtungen (geschäftlich und privat) nicht mehr voll nachkommen kann und zudem von einem Schuldenberg von mehr als 150.000 EUR erdrückt wird. Ein Grund für die Krise ist der Bäckerei-Shop im gegenüberliegenden Supermarkt, der vor kurzem neu eröffnet hat.

Stefan Hagen erkennt schnell, dass sich der Bäcker Bärmann von seiner Konkurrenz positiv abheben muss. Um sich von der Supermarkt-Konkurrenz abheben zu können, sollen neue Produkte auf den Markt gebracht werden, die gerade mit Heimatverbundenheit werben. So gibt es z.B. ab sofort die Bärmann-Schrippe (Brötchen). Die Bürger wollen keinen Einheitsbrei, sondern einzigartige Produkte, die zu ihnen und ihrer Region passt. Das erkennt Stefan Hagen schnell und bringt damit die Bäckerei Bärmann wieder step by step auf Erfolgskurs.

Ein weitere Lösung zu mehr Umsatz besteht darin, am Sonntag zu öffnen, wenn der Supermarkt geschlossen ist. So kann nicht nur konkurrenzlos Zusatzumsatz generiert werden, sondern auch Kunden zurückgewonnen werden, die in den Supermarkt gegenüber abgewandert sind. Es ist ein hartes Stück Arbeit, bis Stefan Hagen den Bäckermeister von diesem Weg überzeugen kann, da ein früherer Versuch schon schief gegangen ist. Doch diesmal klappt es, weil auch mit Flyerwerbung die Einwohner von dem neuen Angebot am Sonntag informiert werden. Der erste Sonntag wird zum Event. Mit kleinen Kostproben werden die neuen Produkte beworben, die es nur bei Bärmann gibt.

Durch o.g. Maßnahmen kann aber nicht nur der Absatz gesteigert werden, sondern auch höhere Preise durchgesetzt werden, um die Rentabilität zu erhöhen. Denn die Bäckerei Bärmann hat seit Jahren die Preise nicht erhöht, obwohl die Einkaufs- und Betriebskosten ständig steigen. Mit guten, neuen Produkten, einmaligen Öffnungszeiten und freundlicher Bedienung können aber höhere Preise sehr wohl durchgesetzt werden. Mit einer Kleininvestition von 350 EUR wird der Laden auch richtig schick neu eingerichtet. Dafür braucht es nicht viel Geld, sondern nur Kreativität und guten Geschmack.

Aber auch an der Distributionsstragie wird gedreht. Alle Hotels in der Umgebung werden angesprochen, um neue Großkunden zu gewinnen. Wenn es so oder so schwierig ist, neue Kunden zu gewinnen, dann sollte man den Schwerpunkt auf Kunden setzen, die hohe Mengen zu fairen Preisen regelmäßg abnehmen. Der Bäckermeister Bärmann fährt mit einem Probierkorb, gefüllt mit den neuesten und besten Produkten, zu den Hotels und gewinnt so einen Großabnehmer nach dem anderen.

—————— Textauszüge aus dem Blog Ende ——————
Für mich war das Vorgehen von Hagen zum großen Teil Beratung und recht wenig Coaching. Vielleicht kam das im Fernsehen geschnitten auch nur so rüber.

Was ich mich die ganze Zeit während der Sendung gefragt habe: Wie würde ich als Coach hier vorgehen?

Ich würde diese Coaching-Methoden anwenden:

Visualisierung mit St. Gallen -> Ziel ist eine Reflexion über das Umfeld und Handlungsoptionen

Festes Ziel formulieren, am besten zwei getrennte Ziele (privat und geschäftlich) .

Dann mit zirkulären Fragen reingehen, Fragen was die Andere dazu sagen. Ziel Reflexion über Fremdbild. Event. auch JoHari einbringen.

Als er Sonntags nicht arbeiten wollten: Ziel-Systemcheck, will er das Ziel wirklich, was hält ihn davon ab?

Für die private Sache: Warum zahlt er keinen Unterhalt? Was für Gefühle hat er dabei. Auf jeden Fall die Werte auslegen lassen und in überschneidenden Kreisen mit seiner Frau abgleichen (zirkulär) . Hier event. auch die MSA einbringen. Kann als Basis für MVWK dienen.

Für mich geschäftlich offen: Wie kann ich noch besser seine Stärken rausarbeiten?

Mein Fazit: Auch mit reinem Coaching wäre ich sehr weit gekommen. Klar, die finanziellen Dinge mit den Gläubigern usw. hätte er selbst klären müssen, auch die Flyer usw. Das war halt der Berater, nicht der Coach.

Was meinen meine Ausbildungskollegen dazu? Wie wären sie vorgegangen?

Ich werde die nächsten Folgen anschauen und es als Lernbeispiel für mich nehmen, was würde ich bei diesem Fall tun?

[Update] Um die Stärken auszuarbeiten und neue Ideen zu finden würde ich die Kreativitätsmethode ‚Kopfstand‘ anwenden. Es ist sehr viel negative Energie vorhanden, die muss raus und genutzt werden. Also als erstes ‚auskotzen‘ lassen, wie könnte es noch schlimmer werden, was muss passieren damit alles voll den Bach runter geht. Im Anschluß daran die Vermeidung für jeden Punkt finden. Somit kann alles Negative raus, und wird in Positives umgewandelt. Dadurch entstehen neue Optionen und die negative Energie ist kanalisiert.

1&1 Blog

Juli 2nd, 2008

1&1 bietet einen eigenen Blog-Tarif an, den 1&1 Blog für 2,49 Euro im Monat. Es gibt eine .DE Domain ink. echtem Webspace und emails usw. Der Blog ist dann über die Domain erreichbar.

Bestellbar ist das Ganze z.B. über meinen Profisellershop http://www.henssler.org unter dem Reiter ‚Hosting‘ im Bereich ‚Private Homepage‘.

Falls man keine eigene Domain benötigt kann man natürlich auch einen Unteraccount z.B. beim freien Blogger anlegen.

Visionen <-> Ziele

Juni 30th, 2008

Nach dem Visionsmodul habe ich erkannt, dass ich ’nur‘ Ziele habe. Meine Visionen sind alle terminiert und sind recht konkret. Damit sind es keine Visionen sondern Ziele.

Vielleicht liegt das auch an meiner Denkstruktur. Wo andere Leute ’nur‘ eine Vision haben, da denke ich gleich weiter und knüpfe ‚Visionserreichungsmerkmale‘ und einen Termin mit dran. Und schon habe ich im eigentlichen Sinne Ziele statt Visionen. Ist das schlimm?

Domain henssler-coaching.de

Juni 25th, 2008

Es ist vollbracht, die Domain ist gesichert!

http://www.henssler-coaching.de/

Natürlich gibt es noch keine Inhalte, jedoch werde ich zu gegebener Zeit die Webseite aktivieren und mit Inhalten füllen.

Wahrnehmungen

Juni 24th, 2008

Der Wiedereinstieg nach dem Urlaub ist immer schwierig, doch diesmal nehme ich manche Veränderungen viel intensiver wahr.

Woran liegt das? Gab es früher nicht so viele Veränderungen? War alles stabiler? Oder hat sich meine Wahrnehmung geschärft? Erkenne ich Veränderungskennzeichen inzwischen früher?

Wenn ich mich so umschaue komme ich zu dem Schluss, dass es wohl an meiner geschärften Wahrnehmung liegt. Andere Mitarbeiter deuten die Zeichen der Zeit oftmals nicht so früh, und wahrscheinlich gab es solche Anzeichen auch schon früher, nur habe ich sie nicht gesehen. Die SMC-Ausbildung wirkt 🙂

Anders ist besser

Juni 24th, 2008

Im Urlaub habe ich das Buch „Anders ist besser: Ein Versuch über neue Wege in Wirtschaft und Politik von Wendelin Wiedeking“ gelesen. Sehr interessant fand ich Kapitel 6, das Beispiel Porsche. Dort ist mir nochmals sehr bewusst geworden wie wichtig ‚Konsequenz‘ ist. Auch der Punkt des konsequenten Hinterfragens von eingefahrenen Lösungswegen fand ich sehr gut. Nur so kommt man auf neue Lösungen abseits der festgefahrenen Strassen. Und immer den Kunden im Mittelpunkt haben und alles darauf ausrichten.

Beim Thema ‚Konsequenz‘ sehe ich noch Potential bei meinem Führungsverhalten. Das zusammen mit einer sauberen Delegation von Aufgaben und Verantwortung wird viel bringen.

3. Coaching

Juni 6th, 2008

Heute fand das 3. Coaching statt. Das Thema wurde per eMail und Telefon schon besprochen, ein Ziel wurde schon definiert. Einstieg über die Visualisierung um sich nochmals die Beteiligten bewusst zu machen. Daraus hat der Coachee dann die Zielerreichungsmerkmale am Flip-Chart ausgearbeitet. Im Anschluß daran haben wir das Ziel hinterfragt, warum ist es ihm wichtig, was daran ist ihm wichtig? Dies habe ich mittels der 5-Saulen-der-Identität gemacht. Zuerst über die skalierenden Fragen den Ist-Zustand pro Säule abbilden lassen, dann den erwarteten Zustand abgebildet.

Dann habe ich eine sehr gute Kombination genutzt: eine zirkuläre Frage bei den 5-Säulen. Wie würde der andere/die anderen die Situation beurteilen, wie würde es sich für sie ändern wenn du dein Ziel erreichst? Beides ebenfalls aus sicht des anderen in die 5-Säulen eingetragen. Dadurch gab es Potential für Konflikte – eine Verbesserung beim Coachee könnte event. eine Verschlechterung beim Gegenüber nach sich ziehen. Haben dann Methoden zum Umgang mit dem Konflikt angesprochen. Wenn er sein Ziel erreicht werden sich die Konflikte von selbst lösen (war sein Fazit). Daher nicht tiefer in den sekundären Konflikt eingestiegen sondern auf die primäre Zielerreichung.

Fest stand dadurch: Zur Umsetzung seines Zieles braucht er eine Lobby, es ist durchaus Gegenwind zu befürchten, also braucht er einen guten Stand um sein Ziel zu erreichen.

Ich hielt dies einen Fall für St.Gallen. Zurück zur Visualisierung auf dem Tisch,  dort St.Gallen erklärt, und gezielt nachgefragt. Durch diese systemische Herangehensweise haben sich um seine Visualisierung noch weitere Karten gefunden. Dort hat er dann ‚Handlungsmasse‘ gefunden, z.b. ähnliche Szenarien in anderen Bereichen des Unternehmens als gute Vorzeigebeispiele, oder auch vorhandene Prozesse in einem neuen Licht welches sich als Verstärkung seiner Zielumsetzung nutzen lässt. Es kamen einige neue Punkte.

Am Ende habe ich ihn dann die wichtigsten 3 Punkte/Karten aussuchen lassen, dann gefragt mit wem er in seiner Visualisierung diese Themen zeitnah anspricht. Dadurch hat er nun konkrete Schritte die ihn auf seinem Weg zum Ziel weiterbringen. Es kamen sehr schöne neue Handlungsoptionen heraus um sein Ziel zu erreichen, aus meiner Sicht hat er nun einen stabilen Stand, ist sich seines Umfeldes bewusst und wird sein Ziel erreichen.

Fazit: Coaching war ein Erfolg! Durch das Coaching habe ich ihn bei seiner Zielerreichung unterstützt, er hat für sich neue Handlungsalternativen gefunden, und durch die Reflexionsangebote über seinen Tellerrand hinaus geblickt. Die Kombination von Methoden hat bestens funktioniert.

Alles noch sehr Coaching-Light, ab und zu sind wir ins Mentoring abgedriftet, das lässt sich wohl in solch einer Konstellation nicht verhindern. Jedoch gelang es mir diesmal schon viel besser zurück zum Coaching zu finden und mich dann dort zu disoziieren.