Am Freitag fand mein 4. Coaching statt. Das Thema hatten wir vorab geklärt – Bewerbungsgespräche führen. Wir haben dann ein Ziel dazu ausgearbeitet, ‚Ich werde am … ein Standard-Leitfaden für erfolgreiche Interviews erstellt haben.‘
1. Visualisierung: Alle Beteiligten an der Situation mit Moderationskarten auf den Tisch legen lassen. Hierzu diente als Basis das St. Gallen Modell. Dadurch wurden sehr viele Interessengruppen gefunden. Es waren auch virtuelle Interessensgruppen, z.b. das Gehaltsgefüge usw. Im Anschluß wurden die Beteiligten geclustered, bzw. zueinader angeordnet, z.B. Famile des Bewerbers hinter den Bewerber.
2. Interessen finden: Jetzt hat der Coachee mit einer anderen Farbe Moderationskarten für die Interessen der Beteiligten zugeordnet. Es hat länger gedauert, oftmals hatten mehrere Beteiligte auch die gleichen Interessen.
3. Interessen clustern und in sinnvolle Reihenfolge bringen: DieEinzelinteressen wurden zusammengefasst, am Ende ergaben sich wenige Gruppen. Diese wurden dann in Reihe gebracht, z.B. zuerst Motivation erfragen, dann Kompetenzen, dann Perspektive usw.
4. Fragen für Interessen bilden: Durch welche Fragen kann man die Interessen der Beteiligten abdecken? Dazu wurden dann die Fragen ausgearbeitet und aufgeschrieben.
5. Fragen zu Leitfaden zusammenfassen: Ansatzweise jetzt schon geschehen, das Gerüst steht, die feine Ausarbeitung macht der Coachee nun alleine als Hausaufgabe.
Fazit: Schöne systemische Herangehensweise. Coaching-Fragen um die Visualisierung zu verfeinern, St. Gallen Modell mal wieder als Basis. Durch gezielte Coaching-Fragen bei den Interessen konnte der Coachee dann auch ähnliche Fragen für seinen Leitfaden herausziehen. Immer unter dem Aspekt ‚was erwartest du dir von der Antwort, bzw. welche Reflektion willst du beim Bewerber erreichen‘. Insgesamt hat es zwei Stunden gedauert und war meiner Ansicht nach sehr erfolgreich. Das direkte Feedback des Coachee war ebenso.