Nachdem mir die Fallbeispiele in der Praxis noch fehlen folge ich der Empfehlung meines Mentors und habe heute das Buch
von Björn Migge bestellt. Bin mal gespannt ob mir die Fallbeispiele dort etwas bringen.
Nachdem mir die Fallbeispiele in der Praxis noch fehlen folge ich der Empfehlung meines Mentors und habe heute das Buch
von Björn Migge bestellt. Bin mal gespannt ob mir die Fallbeispiele dort etwas bringen.
Gestern habe ich diese Anzeige im „Eukalyptus – Kleinanzeigen für Nordbaden“ aufgegeben:
Management Coaching
Systemischer Management
Coach bietet Coaching in
KA. email
info@henssler-coaching.de
Die Anzeige ist ab dem 26.07.2008 in der Printausgabe und dann auch online verfügbar.
Jetzt bin ich mal gespannt ob sich jemand meldet.
Wichtiges ToDo .. endlich eine Website hinter die URL legen.
Am Freitag fand mein 4. Coaching statt. Das Thema hatten wir vorab geklärt – Bewerbungsgespräche führen. Wir haben dann ein Ziel dazu ausgearbeitet, ‚Ich werde am … ein Standard-Leitfaden für erfolgreiche Interviews erstellt haben.‘
1. Visualisierung: Alle Beteiligten an der Situation mit Moderationskarten auf den Tisch legen lassen. Hierzu diente als Basis das St. Gallen Modell. Dadurch wurden sehr viele Interessengruppen gefunden. Es waren auch virtuelle Interessensgruppen, z.b. das Gehaltsgefüge usw. Im Anschluß wurden die Beteiligten geclustered, bzw. zueinader angeordnet, z.B. Famile des Bewerbers hinter den Bewerber.
2. Interessen finden: Jetzt hat der Coachee mit einer anderen Farbe Moderationskarten für die Interessen der Beteiligten zugeordnet. Es hat länger gedauert, oftmals hatten mehrere Beteiligte auch die gleichen Interessen.
3. Interessen clustern und in sinnvolle Reihenfolge bringen: DieEinzelinteressen wurden zusammengefasst, am Ende ergaben sich wenige Gruppen. Diese wurden dann in Reihe gebracht, z.B. zuerst Motivation erfragen, dann Kompetenzen, dann Perspektive usw.
4. Fragen für Interessen bilden: Durch welche Fragen kann man die Interessen der Beteiligten abdecken? Dazu wurden dann die Fragen ausgearbeitet und aufgeschrieben.
5. Fragen zu Leitfaden zusammenfassen: Ansatzweise jetzt schon geschehen, das Gerüst steht, die feine Ausarbeitung macht der Coachee nun alleine als Hausaufgabe.
Fazit: Schöne systemische Herangehensweise. Coaching-Fragen um die Visualisierung zu verfeinern, St. Gallen Modell mal wieder als Basis. Durch gezielte Coaching-Fragen bei den Interessen konnte der Coachee dann auch ähnliche Fragen für seinen Leitfaden herausziehen. Immer unter dem Aspekt ‚was erwartest du dir von der Antwort, bzw. welche Reflektion willst du beim Bewerber erreichen‘. Insgesamt hat es zwei Stunden gedauert und war meiner Ansicht nach sehr erfolgreich. Das direkte Feedback des Coachee war ebenso.
Ist mir gerade mal wieder aufgefallen. Seit geraumer Zeit nutze ich hauptsächlich Ich-Botschaften in meiner Kommunikation. Die Wirkung ist super. Frühere Du-Botschaften haben oftmals ungewünschte Reaktionen erzeugt (Blockaden, Frust, Angriff).
Durch die Ich-Botschaften stelle ich mich kurzfristig ‚dumm‘ (ich habe das nicht verstanden, vielleicht liegt es an meinem Verständnis, was bedeutet das genau) statt das sich der andere gleich rechtfertigen muss (du hast das falsch beschrieben).
Im Sinne einer Zielerreichung sind die Ich-Botschaften auf jeden Fall vorzuziehen, auch die zwischenmenschliche Ebene stimmt dann eher.
Commen Sense, nur ist es mir eben in einer angespannten Konfliktsituation aufgefallen wie der Konflikt durch Ich-Botschaften einfach zu klären ist. Der Gegenüber hatte dann sogar für sich erkannt, dass wirklich etwas bei ihm falsch ist und hat es dann richtiggestellt. Situation für alle Beteiligten erfolgreich geklärt. Mit Du-Botschaften wären wir nun wahrscheinlich tiefer im Konflikt drin.
Nach längerer Diskussion wurde mir nun gestattet auch freiberuflich als Nebentätigkeit zu coachen. Die Genehmigung ist auf ein Jahr befristet, ich darf im Schnitt auf 6 Monate die Wochenarbeitszeit von 48h (6 Werktage a 8h) nicht überschreiten. Des weiteren darf es nicht gegen die Interessen des Unternehmens gehen, und die Arbeitszeit + Arbeitsleistung von mir darf nicht leiden.
Alles sehr strikt, aber immerhin bin ich nun vertraglich auf der sicheren Seite und kann mir auch Coachees extern suchen.
Es ist vollbracht, die Domain ist gesichert!
http://www.henssler-coaching.de/
Natürlich gibt es noch keine Inhalte, jedoch werde ich zu gegebener Zeit die Webseite aktivieren und mit Inhalten füllen.
Heute fand das 3. Coaching statt. Das Thema wurde per eMail und Telefon schon besprochen, ein Ziel wurde schon definiert. Einstieg über die Visualisierung um sich nochmals die Beteiligten bewusst zu machen. Daraus hat der Coachee dann die Zielerreichungsmerkmale am Flip-Chart ausgearbeitet. Im Anschluß daran haben wir das Ziel hinterfragt, warum ist es ihm wichtig, was daran ist ihm wichtig? Dies habe ich mittels der 5-Saulen-der-Identität gemacht. Zuerst über die skalierenden Fragen den Ist-Zustand pro Säule abbilden lassen, dann den erwarteten Zustand abgebildet.
Dann habe ich eine sehr gute Kombination genutzt: eine zirkuläre Frage bei den 5-Säulen. Wie würde der andere/die anderen die Situation beurteilen, wie würde es sich für sie ändern wenn du dein Ziel erreichst? Beides ebenfalls aus sicht des anderen in die 5-Säulen eingetragen. Dadurch gab es Potential für Konflikte – eine Verbesserung beim Coachee könnte event. eine Verschlechterung beim Gegenüber nach sich ziehen. Haben dann Methoden zum Umgang mit dem Konflikt angesprochen. Wenn er sein Ziel erreicht werden sich die Konflikte von selbst lösen (war sein Fazit). Daher nicht tiefer in den sekundären Konflikt eingestiegen sondern auf die primäre Zielerreichung.
Fest stand dadurch: Zur Umsetzung seines Zieles braucht er eine Lobby, es ist durchaus Gegenwind zu befürchten, also braucht er einen guten Stand um sein Ziel zu erreichen.
Ich hielt dies einen Fall für St.Gallen. Zurück zur Visualisierung auf dem Tisch, dort St.Gallen erklärt, und gezielt nachgefragt. Durch diese systemische Herangehensweise haben sich um seine Visualisierung noch weitere Karten gefunden. Dort hat er dann ‚Handlungsmasse‘ gefunden, z.b. ähnliche Szenarien in anderen Bereichen des Unternehmens als gute Vorzeigebeispiele, oder auch vorhandene Prozesse in einem neuen Licht welches sich als Verstärkung seiner Zielumsetzung nutzen lässt. Es kamen einige neue Punkte.
Am Ende habe ich ihn dann die wichtigsten 3 Punkte/Karten aussuchen lassen, dann gefragt mit wem er in seiner Visualisierung diese Themen zeitnah anspricht. Dadurch hat er nun konkrete Schritte die ihn auf seinem Weg zum Ziel weiterbringen. Es kamen sehr schöne neue Handlungsoptionen heraus um sein Ziel zu erreichen, aus meiner Sicht hat er nun einen stabilen Stand, ist sich seines Umfeldes bewusst und wird sein Ziel erreichen.
Fazit: Coaching war ein Erfolg! Durch das Coaching habe ich ihn bei seiner Zielerreichung unterstützt, er hat für sich neue Handlungsalternativen gefunden, und durch die Reflexionsangebote über seinen Tellerrand hinaus geblickt. Die Kombination von Methoden hat bestens funktioniert.
Alles noch sehr Coaching-Light, ab und zu sind wir ins Mentoring abgedriftet, das lässt sich wohl in solch einer Konstellation nicht verhindern. Jedoch gelang es mir diesmal schon viel besser zurück zum Coaching zu finden und mich dann dort zu disoziieren.
Heute hatte ich das zweite Coaching, es war jedoch eher ein Mentoring.
1.) 8 Grundeinsichten: Die Grundeinsichten durchgesprochen, jede Karte bewerten lassen, da gab es interessante Einsichten beim Coachee. Gut um eine Basis zu bilden, Ressourcen/Einsichten zu schaffen. Richtig toll war dann die Kombination von der Grundeinsicht mit einer der Führungsanforderungen. Sehr gelungen. Länger wurde über die Denk- und Handlungsstrategien gesprochen.
2.) MotivStrukturAnalyse: An sich eine gute Sache, die Ergebnisse waren OK, die Denkanstösse ebenso, jedoch die Abfrage auf einer Skala war nicht so der Kracher. Da muss was besseres her. Das muss sich in einer Coaching-Sitzung besser abfragen lassen. Gedanken machen.
3.) Entwicklungsquadrat: Da sind wir eher zufällig darauf gekommen. Wir haben über Werte gesprochen, und dann jeweils die positiven Schwestertugenden und die ins negative abdriftenden Extremen. Das haben wir dann auf eines seiner negativen Beispiel angewandt. Und tatsächlich, wir fanden etwas positives, und das gegenüberliegende positiv.
Das Entwicklungsquadrat ist richtig gut!
Man kann hier schön aus etwas negativem etwas positves machen, darüber spricht es sich leichter, und im postiven entdeckt man schneller Handlungsoptionen wo es hingehen soll.
Hierzu fehlt mir noch eine sinnvole Umsetzung. Wie kann man es ’schöner‘ visuell aufbereiten?
4.) FRAGEkompass: Habe meine eigene Folie zu dem Thema ausgepackt. Da ging es darum wie man im Gespräch mit Mitarbeitern ein Thema erfragen kann. Welche Sichten gibt es dazu, in welche Richtung kann gefragt werden? War gut, schön transparent gemacht, jedoch keine Erleuchtung beim Coachee.
5.) Johari: Da kamen wir ebenso eher zufällig darauf, und ich habe ihm Johari erklärt. Das war absolutes Mentoring/Training. Er konnte sehr gut einen Praxistransfer damit herstellen. Auch hier wäre ein Test für den Coachee gut.
6.) Hausaufgabe: Sein Hauptziel ist ja das ausarbeiten von Herausforderungen, da kommt er voran. Im nächsten Coaching werden wir dann in eine der Herausforderungen einsteigen und dort ein echtes Coaching machen.
Fazit: Das heute war fast kein Coaching. Ab und zu coaching-fragen, ab und zu gutes coaching, jedoch zumeist Training und Mentoring. Es gab einfach zuviel zu erklären, zuviel wichtiges von mir mitzuteilen. Schwierig, ich war assoziert, und wollte es auch sein. In dieser Situation hat dies der Nachwuchführungskraft auch sehr viel gebracht. die Ressourcen mussten aufgebaut werden.
Ich habe zum letzten Coaching auch ein sehr positives Feedback von ihm erhalten Es ist der richtigeWeg.
Ausblick: Nächstes mal werden wir dann in ein echtes Coaching mit einem einzelnen konkreten Thema/Ziel einsteigen.
Idee: Gut wäre noch ein Coachee parallel dazu, ich benötige mehr Zeit für Coaching, und ich brauche einen freien Kopf dafür. In den letzten Wochen war zuviel zu tun, da kam das Coacing leider viel zu kurz. Hoffentlich bessert sich dies schnell.
Nachdem Tchibo ein einfaches Laminiergerät für 12 Euro im Angebot hatte konnte ich nicht widerstehen. So bin ich etwas flexibler wenn es neue Laminate zu erstellen gilt.
[Update] Absolut empfehlenswertes Gerät, das Ergebnis ist spitze!
So langsam habe ich das mit der Motivationsstruktur verstanden. Ich habe es das erste mal im privaten angewendet. Wenn jemand Macht und Wettbewerb als Motive hat, dann nutzt eine Motivation über materielle Belohnung nichts. Eher diese beiden Aussagen konnten Motivation auslösen:
Und es funktioniert 🙂
Jetzt gilt es also möglichst treffsicher die Motivationsstruktur des Gegenüber rauszufinden und dann gezielt darüber Motivation auslösen.